Die Botschaft der Instrumente

 

Im Jahre 1951, wurde in Leupoldsgrün der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde gegründet. Nach einer Jugendevangelisation im Jahre 1951, durch den damaligen Landesjugendwart Karl Schmied fanden sich zehn junge Männer breit, in Leupoldsgrün einen Posaunenchor zu gründen. Der ehemalige Leupoldsgrüner Pfarrer Friedrich Fleischmann war gerne bereit, die Bitte der jungen Männer zu erfüllen. Doch die Beschaffung der Instrumente bereitete Sorgen. Es waren ja erst drei Jahre seit der Währungsreform vergangen, und keiner der jungen Bläser konnte sich ein eigenes Instrument kaufen.

Durch Spenden von Leupoldsgrüner Bürgern und mit einem Zuschuss des Landeskirchenrats konnten die zehn Instrumente, meist gebraucht, doch beschafft werden. Bruder Christoph von der Christusbruderschaft Selbitz erklärte sich bereit, die jungen Männer in die "hohe Schule der Musik" einzuführen. Am Erntedankfest 1952 hatte der Posaunenchor mit dem Choral "Herr Jesus Christ dich zu uns wend" seinen ersten Auftritt und ist seit jenem Tag zu einer festen Einrichtung in unserer Kirche geworden.

An den, Festtagen, wie etwa Ostern, Konfirmation, Erntedank oder Weihnachten, habe der Chor in den vergangenen Jahren immer wieder seinen Dienst in der Gemeinde getan. Auch auf Bezirksebene unter anderem im Hofer Krankenhaus, in Altenheimen und im Hofer Gefängnis – hat der Posaunenchor mit seinen Instrumenten die frohe Botschaft von Jesus Christus verkündet.

Fast 150 Bläser haben die Chorleiter Bruder Christoph, Max Kießling, Georg Baderschneider und Vladimir Schöberlein in den vergangenen Jahren ausgebildet.

 

Musikalische Feierstunde zum 50-jährigem Gründungsjubiläum

 

Mit einem Festkonzert wurde dieses Jubiläum am Samstag, 5. Mai 2001 in der Leupoldsgrüner Kirche gefeiert. Am Sonntag, 6. Mai, fand um 9.30 Uhr ein Festgottesdienst, und um 11 Uhr ein Standkonzert des Posaunenchors am Rathausplatz an.

Mit einer fröhlich Intrade von Johann Pezelius eröffnete der Posaunenchor Leupoldsgrün die musikalische Feierstunde und wurde für diesen gelungenen Vortrag gleich mit viel Beifall belohnt. "Gott wir danken Dir mit Orgeln und Trompeten,. mit Posaunen, Geigen und mit Flöten", so zitierte Pfarrer Michael Müller in seiner Begrüßung aus einem Gesangbuchlied.

„Vor 50 Jahren schloss sich eine Gruppe junger Menschen zusammen und legte, ohne dass sie es wusste, den Grundstein für eine Institution, die aus dem heutigen gesellschaftlichen Leben unserer Gemeinde nicht mehr wegzudenken ist", sagte Bürgermeister Werner Pfeifer. Mehr als alle Worte ist die Musik in der Lage; menschliche Gefühle anzuregen und auszudrücken, ob Trauer und Verzweiflung, oder aber Freude, Hoffnung und Liebe. Pfeifer erinnerte an die Beteiligung beim Wiesenfest, an die Mitgestaltung der Adventskonzerte und an das Turmblasen zu Silvester.

Nach der glanzvollen „Preludio in esDur" von Antonio Vivaldi würdigte Landrat Bernd Hering das Spiel der Posaunenchöre als Kultur, die im Landkreis Hof besonders groß geschrieben werde.

Auch die Sängerinnen des Frauenchores schmückten die Feierstunde des Posaunenchores mit verschiedenen Liedern aus.

Dekan Rudolf Weiß zitierte Martin Luther und erinnerte an die Reformation als Bewegung des Singens und Musizierens. "Unsere Kultur ist, auch eine Kultur der Kirchenmusik, die Arbeit mit den Posaunenchören ist sehr wichtig", unterstrich Weiß.

Dann ließ der Posaunenchor Leupoldsgrün abwechselnd und gemeinsam mit Bezirkskantor Georg Stanek an

 der Orgel festlich "La Man douana", eine Sonate von Ludovico Grossi Viadana, erklingen.

 

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